Gosauer Holzräderuhr mit Raduhrast

Holzräderuhr, datiert 1786, verm. Gosauer Tal bei Salzburg, sog. Holzhackeruhr oder Holzknechtwecker.
Gewichtsgetriebenes Gehwerk mit Holzrädern mit dreieckigen Zähnen, gedrechselten Achsen mit Laternentrieben, hölzernes Gangrad mit Holzzähnen, Eisenspindel mit bemalter hölzener Radunrast mit zwei Speichen.
Gewichtsgetriebener Wecker mit hölzernem Gangrad mit Holzzähnen, aus Eisendraht gebogene Spindel, in der Art der gotischen gegossene Metallglocke über dem Werk an einem hölzernen Joch.
Die Weckerscheibe ist mit dem Stundenrad verbunden.
Die Weckerauslösung erfolgt durch einen Stift, der in die Löcher der Wecker-scheibe eingesteckt wird. Der Wecker läuft los, wenn der Stift bei der XII angekommen ist.
Um die passende Weckzeit einzustellen, muß man errechnen, in wieviel Stunden man geweckt werden will. Dann steckt man den Auslösestift so in die Scheibe, daß dieser nach der errechneten Zeit bei der XII ankommt.
Aus Holz hohl gedrechselte Gewichte, die mit Blei gefüllt werden, denn die Ganggenauigkeit der Radunrastuhren kann nur durch Veränderung der Antriebskraft eingestellt werden.
Lit.: Berthold Schaaf.: Holzräderuhren (Callwey)
Höhe mit Glocke 27,5 cm, maximale Breite 15,5 cm, Tiefe 11 cm.