Deutsche Stutzuhr von ca. 1680

Einmalige deutsche Stutzuhr ( Stockuhr, Kommodenuhr, engl. Bracketclock), ca. 1680, signiert: Elias BreittMayr inn Fridtberg auf der schwungvoll gravierten Rückplatine

Schwarz poliertes Birnbaumholzgehäuse, vierfach verglast, originale Schlösser und Schlüssel
Phantastisch mit Erdbeerenblüten und -ranken graviertes und feuervergoldetes Zifferblatt, massiv silberner Ziffernring, in Champlevétechnik ausgehoben und mattiert, bis auf die Felder für die Zahlen
Geschnittene und gebläute Eisenzeiger
Hochrechteckiges Achttage-Werk mit Kette und Schnecke, Spindelhemmung mit kurzem Pendel
Viertelstundenrepetition mit zwei gravierten und feuervergoldeten Hämmern auf zwei Glocken

Die Steuerung des Viertelschlags erfolgt durch eine vierstufige Rampe auf dem Minutenrad. Ein Hebel gleitet auf den Erhebungen und verschiebt die Achse des Viertelschlaghammers so, daß einer oder zwei oder drei der ungleich langen Stifte des Hebnägelrades den Hammer betätigen. 

Eine gleiche Anordnung verwendete Joseph Knibb 1675 bei einer Bracketclock, die jetzt im Britischen Museum ausgestellt ist Sammlung Ilbert).

Höhe = 35 cm, Breite des Sockels = 21,5 cm, Tiefe = 15 cm, Zifferblatt 15,5x16 cm