Taschenuhr mit Minutenrepetition von LeCoultre

Besonders schöne schwere Taschenuhr mit Minutenrepetition von LeCoultre, aus dem Besitz eines Barons

Die Uhr wurde ca.1890 hergestellt und besteht aus 18K=750er Rosé-Gold und ist sehr schwer, 116 Gramm.
Die Gehäusedeckel sind fein guillochiert, dh. maschinell graviert, vorne mit einem Monogramm SOS unter einer fünfzackigen Krone. Die sehr gut erhaltene Guillochierung zeigt, daß die Uhr nicht sehr viel getragen wurde.
Das Gehäuse ist im Rückdeckel gestempelt JL 
Die Gehäusedeckel haben am Übergang zur Aufzugs-Krone je einen kleinen Ansatz, der einen harmonischen Übergang herstellt.
Diese Anordnung heißt á gout Schluß und wurde nur bei sehr teuren Uhrgehäusen verwendet.

Weißes Emailzifferblatt mit schwarzen römische Zahlen und goldenen Zeigern, kleine Sekundenskala bei der VI
Auf dem hinteren Innendeckel über dem Uhrwerk steht: Repetition á Minutes, Echappement Ancre Levees visibles = Ankerhemmung mit sichtbaren Steinen im Anker, eine Ausführung, die heute noch üblich ist. 

Ferner: 30 Rubis, das sind die Rubinlagersteine, eine ungewöhnlich hohe Zahl, weil auch das Minuten-Repetierwerk in Steinen gelagert ist. Dieser Aufwand wurde nur von LeCoultre und nur für die besten Uhrwerke betrieben.
Zuunterst steht noch: Spiral isocrone, dh. daß die Enden der Unruhspirale aus gebläutem Stahl eine genau definierte Form haben, die zusammen mit der Bimetall-Unruhe für genauen Gang sorgt.
Das Uhrwerk von LeCoultre ist das beste was es damals gab. Es wurde auch von Patek Philippe und Lange und Söhne verwendet. 
Gehwerk mit Ankerhemmung, bimetallischer Unruhe und isochroner Breguetspirale. Die Grundplatine ist mit einem Perlenschliff verziert.
Das Repetierwerk wird durch den seitlichen Schieber ausgelöst und schlägt die vergangenen Stunden, Viertelstunden und Minuten auf zwei Tonfedern.
Das ganze Werk ist feinst verarbeitet und verziert, alles was sich bewegt ist in Rubinen gelagert ( 30 Steine )

Durchmesser 52 mm, Dicke 16 mm